Allgemein, Südafrika

Auf leisen Sohlen

Location: Kapstadt
Wetter: sommerlich und heiß
Zeitunterschied: + 1 Std.

Der Weihnachtsmann steht bekanntlich schon wieder vor der Tür, eine Menge Schnee soll auch schon davor liegen oder gelegen haben und zum Rutsch ins neue Jahr haben wir auch schon Anlauf genommen. Es besteht also wieder einmal ein Grund, die Finger zu dehnen und im Anschluss elegant ein paar Worte an euch in die Tasten zu tippen.

Dieses Jahr ist es in Bezug auf Weihnachten irgendwie komisch. Das erste Mal in unser beider Leben dreht sich in der Weihnachtszeit alles… aber halt nicht um Weihnachten. Um es auf einen Nenner zu bringen – bei uns ist gerade Sommer und da passt Weihnachten einfach nicht so richtig hin. Aber selbst wenn hier gerade Winter wäre, es würde nur marginal etwas daran ändern. Das Fest der Besinnlichkeit ist hier irgendwie fehl am Platze. Und so geben wir uns in der vorweihnachtlichen Zeit anderen Genüssen hin, als denen, die kalendarisch eigentlich auf dem Plan stehen müssten. Es liegt uns dabei fern, euch neidisch zu machen, erinnern wir uns doch auch gern an die Weihnachtszeit in Deutschland zurück. Spontan fallen mir auch gleich einige Schlagworte zu Dingen ein die wir vermissen. Viele fangen, wer hätte es gedacht, mit „Weihnachts- …“ an und enden auf Baum, Ente, Gans, Fest, Party, Treffen und natürlich „GESCHENKE….“, um nur einige zu nennen.

Die weihnachtliche Zeit hier am unteren Ende Afrikas startete schon zu Nikolaus etwas komisch.

Mit ein paar Flip Flops vor der Tür, kommt kein Nikolaus zu dir. Die guten Schuhe vor der Tür zu plazieren, kann man sich in die Haare schmieren. Denn allzu oft zu später Stund schleicht ein ganz gemeiner Hund im Schutz der Dunkelheit durch unsere Flure… am Anfang.. noch ohne Schuhe. Am Nikolaustag wärs auch noch doppelt schlimm, schmilzt der Weinachtsmann auf fremder Zunge hin. Und so haben wir entschieden, Schuhe putzen zu verschieben.

Zumindest den Willen können wir aber den feierwütigen Südafrikanern aller Rassen und Klassen nicht absprechen. Die Geschäfte und öffentliche Plätze der Stadt sind weihnachtlich geschmückt… auch wenn es ein bisschen anders als gewohnt aussieht.

Zu jedem richtigen Jahresende gehört auch ein passender Jahresrückblick. Lassen wir noch einmal die letzten Monate Revue passieren und beginnen am Besten ganz vorn… im Januar.

Der Januar stand bei uns im Zeichen der Organisation und Planung für Das, was die folgenden Zeilen  nun füllen wird. Für uns galt es Material einzukaufen, Arztbesuche zu absolvieren und natürlich Freunde in Nah und Fern zu besuchen. Vielen Dank nochmal an alle mit denen wir Sekunden, Minuten und Stunden teilen durften.

Ende Januar ging es dann wieder los und bis wir da waren, hatte der Februar schon begonnen. Wir erreichten Afrika wohlbehalten im Hochsommer.
Zuerst blieben wir ein paar Tage in „Joburg“ bevor es dann in die „Mother City“ Cape Town ging.
Wir wohnten zunächst in einem Hostel und hatten auch gleich jede Menge zu tun. Die Grundausstattung für „normales“ Leben musste organisiert werden. Wohnung, Auto und vor allem Arbeit. Es lief zunächst ein bissel holprig, aber nach 1 ½ Monaten war alles unter Dach und Fach und der März war auch schon fast wieder rum. Angie durfte zu diesem Zeitpunkt schon einer geregelten Arbeit nachgehen und ich konnte noch ein bisschen die Sprachschule besuchen. Hauptsächlich genossen wir aber natürlich das Leben hier in Kapstadt. Im April unternahmen wir gleich mal unseren ersten Ausflug in die etwas weitere Umgehung und erfreuten uns am regnerischen Osterwetter in den Bergen rund um Beverlac. Auch der erste Besuch stellte sich zu diesem Zeitpunkt ein. Angies Eltern weilten knapp drei Wochen bei uns und hatten viel Spass beim Erkunden von Kapstadt und Umgebung.

Der Mai begann und war mit unserer ersten längeren Trennung seit Jahren verbunden. Ich musste nach Deutschland zurück, um mein Arbeitsvisum zu beantragen. Die Zeit in Deutschland gestaltete sich dann aber ganz nett, hatte ich doch genügend Zeit ein paar Dinge zu erledigen und viele Freunde zu treffen, mit denen man dann natürlich wie in „alten Zeiten“ auf Achse geht.
Was hast du nochmal im Mai gemacht Angie… arbeiten..ach ja… stimmt.

Im Juni durfte ich dann aber auch wieder beruflich durchstarten. Gleichzeitig begann auch die kalte Jahreszeit am Kap mit der Hoffnung auf Besserung. Nein, das Wetter war nicht wirklich schlecht. Regnerische Tage wechselten sich fortlaufend mit sonnigen, angenehm warmen Tagen ab und machten den Winter mehr als erträglich. Seitdem der Winter kalendarisch das Weite gesucht hat, rast die Zeit unaufhörlich dem Jahresende entgegen. Mit der Wetterbesserung verlagerten sich natürlich auch unsere Aktivitäten mehr und mehr wieder richtig nach draußen und die Strand- und BBQ – Saison konnte beginnen.
Ende Oktober / Anfang November hatten wir uns bei all dem Stress auch wieder einmal Urlaub verdient. Mit unserem Auto – Angie gab ihm den Namen „Mr. Mystery“ – erkundeten wir knapp zwei Wochen das Western Cape und hatten eine wirklich entspannende Zeit.
Nebenbei konnten wir auch noch weitere „Besucher“ bei uns begrüßen, wie Angie´s Cousine Madeleine, die in Cape Town ein 6-monatiges Praktikum absolviert. Ebenfalls hatte es Andi Mauersberger beruflich ans Ende Afrikas verschlagen. Ein Treffen war natürlich unausweichlich.

Und schon wären wir wieder im Dezember angelangt, wo sich das Jahr seinem Ende zuneigt. Wir können für uns festhalten den Schritt nach Kapstadt zu gehen, nicht bereut zu haben, im Gegenteil. Daher sind wir schon gespannt, welche Erlebnisse und Überraschungen uns im nächsten Jahr erwarten werden.

In diese Sinne möchten wir das Jahr 2012 schließen, nicht aber ohne unseren Familien – ohne die wir in diesme Jahr sind, all unseren Freunden und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit im Kreise euer Lieben und einen guten Rutsch ins Jahr 2013 wünschen.

Bis bald eure beiden Weltreisenden
Angie & Thomas

 

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